Schmucktest
Wie funktioniert der Säuretest bei Gold? Der Säuretest für Gold ist eine einfache Methode zur Bestimmung des Goldgehalts eines Schmuckstücks oder einer Münze. Er funktioniert mit speziellen Prüfsäuren, die je nach Karatzahl unterschiedlich stark sind.
Ablauf des Säuretests:
Gold auf Prüfstein reiben
Ein kleiner Abrieb des Goldstücks wird auf einen schwarzen Prüfstein gerieben.
Es entsteht eine feine Goldspur, die als Testfläche dient.
Prüfsäure auftragen
Eine Goldprüfsäure (z. B. für 10K, 14K, 18K oder 22K) wird auf die Spur getropft.
Jede Säure ist speziell für eine bestimmte Goldlegierung ausgelegt.
Reaktion beobachten
Goldspur bleibt unverändert → Das Gold hat mindestens die geprüfte Karatzahl oder höher.
Goldspur verblasst oder löst sich teilweise auf → Das Gold hat eine geringere Karatzahl als die verwendete Säure.
Goldspur verschwindet vollständig → Das Material enthält wenig oder kein echtes Gold.
Wichtige Hinweise:
Höherwertige Säuren zuerst verwenden (z. B. 18K, dann 14K, dann 10K). Vergoldete oder unechte Stücke verlieren sofort ihre Spur.
Der Test kann beschädigen – nicht direkt auf Goldschmuck anwenden!
Genauere Methoden (z. B. Röntgenfluoreszenz oder Dichtemessung) können zusätzlich verwendet werden.
Der Säuretest ist eine schnelle und kostengünstige Methode, wird aber am besten von Fachleuten angewendet.
Autor: Tania Stempfl
